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maike plath - spielraum theater. selbstermächtigung und partizipation. Workshops für Erwachsene - Studientage für Schulen - Theaterprojekte für Jugendliche

Das Fenster zum Himmel

Warum Theaterunterricht in der Hauptschule genauso erfolgreich sein kann wie am Gymnasium
Maike Plath
»Spiel & Theater« 10/2009, Seite 6–9

Jeder kennt wahrscheinlich folgende alltägliche Szene: Zwei Theaterlehrer unterhalten sich. Der eine erzählt von einem gelungenen Projekt mit seinen Schülern, evtl. auch vom Erfolg, den das Ganze hatte. Der andere Theaterlehrer macht ein bekümmertes Gesicht dazu und klagt: „Ach, du hast es gut mit deinen Schülern am Gymnasium. Aber mit MEINEN Schülern an der Gesamtschule, Realschule, Hauptschule, usw. kannst du das vergessen. Mit MEINEN Schülern geht sowas nicht.“

Natürlich hat der klagende Theaterlehrer recht: Man kann nie mit einer Gruppe irgendetwas genauso machen, wie es ein anderer Spielleiter mit einer anderen Gruppe gemacht hat. Glücklicherweise ist das so, denn sonst könnten wir – wenn es so etwas gäbe – gleich Theater-Schablonen austeilen und alle arbeiten nach dem Prinzip „Malen nach Zahlen“ (Gähn).

Natürlich war das aber nicht das, was dieser Theaterlehrer meinte. Er meinte folgendes: „Meine Schüler sind nicht so befähigt wie deine Schüler. Meine Schüler sind unzuverlässig, unbegabt, unkonzentriert und überhaupt völlig untalentiert. Wenn ich solche Schüler hätte wie du, dann könnte ich natürlich auch solche tollen Theaterprojekte machen. Aber meine Schüler sind das Problem.“

Wenn es das ist, was der klagende Theaterlehrer meinte, dann hat er tatsächlich jeden Grund zu klagen: Wenn man ein Opfer ungünstiger Umstände ist und das Gefühl hat, diesen ohnmächtig ausgeliefert zu sein, ist das der erste Schritt in die Depression. Es gibt eine unendlich große Anzahl von Bedingungen im Schulalltag, die einen Theaterlehrer in diesen gefährlichen und gesundheitsschädigenden Zustand bringen können:

Zu wenig Zeit innerhalb der Stundentafel für sein Fach, mangelnde Unterstützung seitens der Schulleitung, schlechte räumliche Bedingungen, mangelnde Ausstattung, wenig kooperative Kollegen, Leistungsdruck und mangelnde Anerkennung oder sogar grobes Unverständnis in seiner Umgebung für seine Arbeit.

Allerdings gibt es eine Gruppierung von Menschen, die sich in einer ähnlich ohnmächtigen Position befinden und die die letzten sind, auf die sich sein Frust richten sollte: Das sind seine schwierigen – nein, verhaltensoriginellen Schüler. Sie leiden nämlich an genau denselben Phänomenen, nur sind sie tatsächlich machtlos.

Machen wir uns folgendes bewusst: Alle Jugendlichen haben an irgendeiner Stelle Potential, auch wenn einige es noch so geschickt verbergen und uns ihre schlechteste Seite zeigen. Das machen sie nur, weil sie ebenfalls denken, sie seien ein Opfer ungünstiger Umstände: der erstarrten Schule nämlich, die ihnen immer wieder auf‘s Neue die (vermeintliche!) Erkenntnis serviert: „Du bist untalentiert und doof. Die Gesellschaft braucht dich nicht.“ Jeder Lehrer, auch der Theaterlehrer, ist für solche Schüler immer auch ein Vertreter dieses Systems, das ihnen immer wieder suggeriert: Du bist völlig nutzlos. Kein Wunder also, dass sie dem Lehrer gegenüber auf verschiedenste Weise die Botschaft vermitteln: „Du mich auch!“

Die Schüler sind aber nicht der Grund dafür, dass etwas nicht läuft. Sie zeigen nur auf ihre – intuitive – Weise ihren Protest gegen etwas, das insgesamt schief läuft und worunter der Theaterlehrer genauso leidet.

Es wäre also schon mal der erste Schritt, sich mit den Schülern zu verbünden und nicht ausgerechnet sie für die Frustrationen verantwortlich zu machen.

Im Gegensatz zu eventuell wirklich ungünstigen Bedingungen im Schulalltag, sind die Schüler nämlich die eigentlichen Hoffnungsträger. Ganz egal, wie sie sich zunächst aufführen: Wenn wir uns klar machen, dass das Fach Theater ein kreatives Fach ist, dass es eben nicht um „Malen nach Zahlen“ geht und dass wir frei sind, einen ganz eigenen Weg auf ein ganz eigenes Ziel hin zu gehen, dann geht es uns – und den Schülern – möglicherweise schon besser.

Denn wir müssen nicht ohnmächtige Vertreter eines Systems sein und uns in die krank machende Opferhaltung begeben. Alles, was wir in unserer Theaterausbildung gelernt haben und was wir in unserer inneren Schatzkiste an Wissen, Handwerkszeug und Kreativität besitzen, gibt uns die Möglichkeit zu handeln und eigene Regeln und Bedingungen für die Arbeit mit den Schülern aufzustellen.

Wenn wir noch nicht zynisch geworden sind, hilft es, uns als Schatzsucher zu begreifen, die über unzählige Möglichkeiten verfügen, durch den Schutt des frustrierten, erlahmten Schülers zu graben und dort das strahlende, einfallsreiche, witzige Kind zu entdecken. Wir müssen einfach nur merken, dass unsere Schüler aus den gleichen Gründen unwillig sind wie wir selbst! Wie wir fühlen sie sich als Opfer ungerechter Umstände. Wie wir glauben sie, dass es unter den derzeitigen Bedingungen ja nichts bringt, sich anzustrengen. Wie wir glauben sie, dass es nichts Erstaunliches, Schönes, Lohnenswertes mehr zu erreichen gibt. Wie wir glauben sie, dass niemand ihre Stärken erkennt. Wie wir sind die Jugendlichen Opfer eines überregulierten, ständig bewertenden (und damit krass einschränkenden), die eigene Kreativität hemmenden (Schul-)Systems, in dem nur das zählt, was nach heutigem Wissens-Stand benennbar und bewertbar ist:

Für das Entdecken eines eigenen Weges und seiner eigenen Stimme in dieser Gesellschaft, bei dem auch Umwege, Experimente, Fehler und ein Reflektieren und Wachsen an diesen Fehlern zwingend notwendig wäre, ist in einem System, bei dem alle nur möglichst schnell die beste Note, den „richtigen Schein“ erreichen wollen, kein Platz.

Die Schnittstelle zwischen dem klagenden Theaterlehrer und dem sich verweigernden Schüler liegt im Frust über die Erkenntnis, dass das System beide nicht will und beide blockiert. Wir reagieren darauf mit der inneren Emigration, die Schüler mit Verweigerung oder Aggression. Das ist der einzige Unterschied.

Wir sollten nicht ausgerechnet unsere Mitleidensgenossen, die Schüler, für unser inneres Übel verantwortlich machen, sondern uns ganz im Gegenteil mit ihnen verbünden. Und ihnen vorleben, dass man sich trotz aller äußeren Probleme nicht in eine frustrierende Opferhaltung begeben muss. Denn auch, wenn das Schulsystem in die Richtung Standardisierung geht:

Es geht bei einer sinnvollen, guten Pädagogik eben nicht um „Malen nach Zahlen“, nicht um das artige Nachwandern von bereits gegangenen Wegen (und gezeigten Theateraufführungen), nicht um Scheine und Noten, sondern um das Entdecken und Wagen eines eigenen Weges, wie er vorher noch nicht da war. Sich eine vermeintlich perfekte Theaterproduktion anzuschauen und anschließend in Angst zu erstarren mit dem Gedanken „Sowas schaffe ich nie!“ ist wirklich sehr unnötig. Auf eine ganz andere Weise unter ganz anderen Bedingungen kann etwas qualitativ sehr wohl gleichwertiges entstehen, wenn wir uns trauen, zu experimentieren und die Angst vorm Scheitern hinter uns lassen. Wir müssen gar nicht versuchen, etwas nachzumachen sondern im Vertrauen auf unsere Kompetenz einen eigenen Weg wagen und mit den Schülern möglich machen. Das setzt auch bei allen Beteiligten ganz andere Kräfte frei, als einen vorgegeben Plan zu erfüllen.

Als die Pädagogik noch kein Wort war, das allgemeine Langeweile und Desinteresse auslösten, war dies ihr erstes Anliegen: Dass Jugendliche ermächtigt werden, ihre eigene Stimme im gesellschaftlichen Kontext zu finden und sie hör- und sichtbar zu machen, damit sie diese (die Gesellschaft) sinnstiftend bereichern, oder sogar verändern können.

Bei allem Frust über den ständigen Stress, das Vorgeschriebene, Genormte, angeblich „Richtige“ möglichst schnell zu erreichen, gibt es für alle Theaterlehrer einen wirklichen Trost: Das Fach „Theater“ ist das Einzige, das sich einer kompletten Standardisierung (glücklicherweise) noch immer entzieht und das Fenster zum Himmel wieder öffnen kann, wenn wir unseren eigenen Fähigkeiten wieder vertrauen lernen.

Für jede Gruppe, und sei sie auf den ersten Blick noch so „unmöglich“, gibt es einen eigenen Weg hin zu einem künstlerisch ernst zu nehmenden Ausdruck. Wir müssen nur bereit sein, ihnen diesen Weg in ihrem eigenen Tempo zu ermöglichen und sie mit Geduld, einem gewissen Willen zur Aufopferung (das gebe ich zu) und mit innerer Zuneigung dabei zu begleiten. Damit gehen wir von der ständigen Reaktion in eine selbstverantwortliche Aktion und können uns auch gegen Widrigkeiten des Alltags besser behaupten.

Nichts ist vorgeschrieben. Alles ist erlaubt. Und es gibt für jeden Theaterlehrer nur den einen Weg mit genau den Schülern, die er hat – zu diesem Zeitpunkt, unter diesen Bedingungen, in dieser Konstellation. Und der ist der Richtige.

Zehn Tipps aus (bewährter!) Praxis:

1. Niemals drohen (Wenn ihr das nicht macht, dann…). Statt dessen „Win-Win-Angebote“ machen: z.B. „Entweder ihr schafft jetzt folgende Gruppenaufgabe ganz alleine und überrascht mich in 20 Minuten mit einem Wahnsinns-Ergebnis oder wir gehen Eis essen.“ (Die Gruppe entscheidet sich nur das erste Mal für‘s „Eis-Essen“, höchstens zweimal…)

2. Alle Angebote der Schüler annehmen. Wenn „Ich ficke Theater!“ auf einem Schüler-Blatt steht, nicht reagieren, sondern ihn damit ernsthaft weiter arbeiten lassen. Ruhig abwarten, bis der Schüler damit selber zunehmend in eine Sackgasse läuft und seinen Text freiwillig verändert.

3. Den nervigsten Schüler zum „Chef“ machen und ihm Verantwortung übertragen.

4. Alle schriftlichen Schülerergebnisse sehr sorgsam behandeln: In Klarsichthüllen legen oder laminieren, immer wieder darauf zurück kommen und im Unterricht verwenden. Eine Art „Kult“ daraus machen.

5. „First things first“: Wenn die Gruppe völlig außer Rand und Band ist, erstmal ein Gespräch im Kreis führen und die Ursachen erfragen, am besten dabei leckere Dinge essen und sich alle Zeit der Welt nehmen (auch, wenn man glaubt, diese Zeit nicht zu haben).

6. Immer betonen: „Es ist meine Schuld, wenn etwas schief läuft.“ Bei den Schülern ernsthaft (!) nachfragen: „Was habe ich falsch gemacht?“ (Keith Johnstone)

7. Niemals (niemals!) die Schüler „nach oben hin verpetzen“, z.B. sich bei anderen Kollegen über sie beschweren oder die Schulleitung informieren. Alle Probleme innerhalb der Gruppe lösen und einen „geheimen Bund“ pflegen (nichts dringt nach außen – außer Notfälle natürlich).

8. „Paradoxe Intervention“: Beispiel: Ein Schüler klaut meinen Stift. Ich sehe ihn direkt an und sage freundlich: Den schenke ich dir. Oder: Ein Schüler geht unerlaubt an die Musikanlage und schiebt alle Regler hoch, so dass ein fieser Ton (Übersteuerung) durch die Aula quietscht: Hingehen, ihm die gesamte Anlage erklären und ihn fortan als „Technik-Manager“ einsetzen.

9. Immer darauf achten, dass einem das, was man im Unterricht macht, selbst Spaß macht. (Das gilt natürlich genauso für die Schüler.) Also: Bei aller Professionalität immer auch dem Lustprinzip folgen! Und daraus folgt:

10. In jeder Probe mindestens (!) 5x aus ganzem Herzen lachen.

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aktuell

31. Oktober 2017

Eine neue Geschichte

Ich habe lange nicht geschrieben, weil ich das, was an Zeit übrig blieb (Urlaub und nachts) in etwas anderes investiert habe: Man könnte sagen, in mein neues Buch. Das stimmt. Man könnte aber auch sagen: in die nächste kleine Selbstermächtigung, oder Befreiung, oder wie auch immer...

Mehr dazu unter:
maikesblog.de




26. Juni 2017

Presse-Beiträge zum Film »Act! Wer bin ich?«

Der Film »Act! Wer bin ich?« ist angelaufen, wird aber so richtig erst ab September in den Kinos laufen, da es jetzt sehr sommerlich ist und keine günstige Kino-Zeit. Wer aber schon neugierig ist, kann sich hier schon mal ein paar Beiträge und Rezensionen zum Film anschauen…

Presse

http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/video-artour/video-artour-maike-plath100.html

http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-AKTUELL/Rosa-von-Praunheim-mit-neuer-Doku/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3907840&documentId=43705946

http://www.deutschlandfunk.de/dokumentarfilm-act-wer-bin-ich-der-mut-von-einzelnen-wird.807.de.html?dram:article_id=389044

https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/06/interview-rosa-von-praunheim-jugendtheater-dokumentarfilm-act.html

http://www.spielfilm.de/filme/3004746/act-wer-ich-bin/kritik
https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/06/interview-rosa-von-praunheim-jugendtheater-dokumentarfilm-act.html

https://www.rbb-online.de/rbbaktuell/archiv/20170621_2145/neue-doku-von-rosa-von-praunheim.html

Der folgende Link ist ein Beitrag vom Tagesspiegel zu unserer aktuellen Jugend-Theaterproduktion am Heimathafen: »Die Matrix der Demokratie«
Wir spielen noch heute Abend und nächste Woche am 28., 29. und 30. Juni jeweils um 19.30 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln!
http://video.tagesspiegel.de/heimathafen-neukolln-lust-auf-demokratie-haben.html




09. Juni 2017

Achtung!!!
Jetzt viel besser lesbar und gut ausdruckbar:
mein neuer Blog unter maikesblog.de!

Die alten Blog-Beiträge von dieser Website sind komplett in den neuen Blog übernommen und jetzt unter maikesblog.de zu finden – vor allem aber stehen alle neuen, aktuellen Blog-Einträge ab 9. Juni 2017 unter maikesblog.de




11. Mai 2017

Filmpremiere

ACT! WER BIN ICH?
Premiere des Dokumentarfilms von Rosa von Praunheim

Mit dem Film »Act! Wer bin ich?« liefert Rosa von Praunheim ein eindrückliches Porträt der Theaterarbeit mit Jugendlichen am Heimathafen Neukölln. Sowohl die Lehrerin Maike Plath, die nach 17 Jahren ihre Verbeamtung aufgibt und dem staatlichen Schuldienst den Rücken kehrt, als auch die Neuköllner Jugendlichen setzen einem wertenden und einschränkenden Schulsystem die eigene Stimme entgegen: Was kann ich? Wie kann ich diese Welt mitgestalten? Wer bin ich? Rosa von Praunheim entdeckt und feiert in diesem Film die individuelle Strahlkraft der Jugendlichen und den Zauber der emanzipatorischen Kraft des Bildungsmittels Theater.

Premiere: 21. Juni 2017, 20:30 Uhr
Ort: Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141, Berlin-Neukölln

Der Film kann auch auf Ihre private Initiative über verleih@missingfilms.de (Christos Acrivulis) bundesweit in Ihr nächstgelegenes Programm-Kino geholt werden.

Zum Kinotrailer




13. September 2016

Ankündigung

Das neue Jugendtheaterprojekt am Heimathafen Neukölln:
Die Matrix der Demokratie – »Winter is coming«?
Verschärft durch die Geflüchteten-Problematik und die offensichtliche Angst vor »Überfremdung« verhärten sich derzeit überall die Positionen – und nationalistische und ideologische Positionen verbreiten sich in einem Maße, das wir noch bis vor Kurzem für völlig unvorstellbar gehalten haben. Warum vertrauen so viele unseren westlichen Grundwerten so wenig? Was können wir tun?
 
Die neue Weltunordnung macht uns Angst – wir fragen uns:
 
Wie entsteht Krieg?
Was ist Demokratie?
Wie wollen wir leben?
Was für eine Welt wünschen wir uns für unsere Kinder?
Was können wir tun?
 
Was kann Demokratie?
Können WIR Demokratie?
Warum? Warum nicht?
Was sind die Folgen?
 
Wie sieht er aus – der Geheim-Code, die Matrix der Demokratie?
 
Wir fragen Menschen in Berlin, wir filmen, wir fragen nach, wir halten fest: Was passiert gerade mit der Demokratie?
 
Was passiert gerade mit der Welt, die wir kennen?
 
Erfüllt sich der Satz aus »Game of thrones«: Winter is coming?
 
Können wir etwas tun...?
 
Das Projekt »Die Matrix der Demokratie« ist ein Recherche-Projekt. Es entstehen unter anderem: Film, Theater, Aktionen im öffentlichen Raum.
 
Probenbeginn: 12. September 2016
Proben: jeden Montag 17 bis 20 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln
Premiere und weitere Vorstellungen im Juni 2017




05. September 2016

Alles Gute zum Schulanfang!

Klickt auf YouTube oder Facebook !




21. März 2016

Workshop-Angebote von Maike Plath – auch für Einzelpersonen – ab September 2016 über den Verein ACT e.V. in Berlin!!
Alle Informationen unter www.act-berlin.de

 
Die neue Jugendtheaterproduktion der ACTIVE PLAYER NK am Heimathafen Neukölln:
How long is paradise?
Die neue Theater-Produktion vom Jugendclub am Heimathafen ACTIVE PLAYER NK zum Thema Glaube

»Früher glaubte ich, dass Menschen nach dem Tod in den Himmel gehen. Deswegen stand ich an stürmischen Tagen am Fenster – voller Erwartung, dass ich jemanden beobachte, der zum Himmel aufsteigt.« (Samira, 16 Jahre)
»Ich glaube an gute und böse Bakterien.« (Can, 14 Jahre)
»Als ich sechs Jahre alt war, glaubte ich, dass die Welt vor 1980 schwarz-weiß gewesen ist – wegen der Filme und Fotos von früher.« (Zahar, 16 Jahre)
»Als ich klein war, habe ich geglaubt, dass die Schule Spaß macht.« (Sercan, 14 Jahre)
»Damals haben meine Eltern mir erzählt, dass es die sieben Dragonballs gibt. Aus diesem Grund wollte ich nicht mehr in die Schule gehen, weil ich die Dragonballs suchen wollte.« (Taher, 19 Jahre)

Was wissen wir? Was glauben wir? Woher wissen wir, was wir glauben?
Wohin gehen wir?
Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Zweck des Lebens?
Gibt es Gut und Böse?
Wozu brauchen wir Religion?
Was brauchen wir?
Was sollen wir tun?

Die ACTIVE PLAYER NK vom Heimathafen Neukölln gehen in diesem Jahr der Frage nach dem Glauben nach und beleuchten unterschiedlichste Blickwinkel und Perspektiven auf das älteste Thema der Welt.

Von und mit:
Walid Al-Atiyat, Nancy Ortiz-Dominguez, Batuhan Seker, Berkant Karadag, Sinan Özmen, Nikolai Scheel, Andreas Denic (Kenzo ontour), Matthias Chernikov, Olga Zgiep, Yasmin Kirschner, Karolina Marcinkiewicz, Ronnie Mertens, Hala El-Nasser, Salma El-Nasser, Shirin El-Ahmad, Moritz Scheffler, Kasimir Noack, Vivien Kroyer, Arkadas Karabulut, Yussuf Kocluoglu, Luciano Daniel Rammin, Ferhat Kocaman und
Assistenz: Frederic Gülbeyaz | Fotodokumentation: Friederike Faber | Bühne: Maria Zillich, Line Wasner, Julia von Schacky | Musik-Komposition, Produktionsdesign: Moritz Degen | Künstlerische Leitung und Regie: Maike Plath, Maria Zillich
 
Premiere: 16. Juni 2016, 20 Uhr, Studiobühne Heimathafen Neukölln
Weitere Vorstellungen: 17., 18., 23., 24., 25., 30. Juni sowie 01. und 02. Juli, jeweils 20 Uhr
Alle Vorstellungen auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln
Eintritt: 8,00 Euro
Studiobühne Heimathafen Neukölln, 1. Stock
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
www.heimathafen-neukoelln.de

Tickets und Info: 030/56 82 13 33
karten@heimathafen-neukoelln.de

Ein Projekt von ACT e.V. und Heimathafen Neukölln, gefördert durch »Künste öffnen Welten«




16. September 2015

»Ich glaube – also bin ich«
Das neue Jugendtheaterprojekt am Heimathafen Neukölln

Das neue Theaterprojekt von ACTIVE PLAYER NK am Heimathafen hat letzten Montag begonnen!
Ein paar Live-Eindrücke:
Schau dir »THEATER BEGINNT WIEDER« auf YouTube an!




03. August 2015

Neuer Blog-Eintrag:

Der Film »Men & Chicken« als extremes und extrem kluges Lehrstück zum Thema Inklusion
Hier – oder in der Menüleiste – auf maikes.blog klicken!




24. Mai 2015

Neues auf Maikes Blog!

Neues vom Heimathafen auf Vimeo!




22. Januar 2015

Vielfalt im Heimathafen Neukölln

Maikes Blog: Blog-Eintrag 22. Januar 2015

Am Heimathafen laufen derzeit die Proben für »Kafka im Kopf«. 21 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 24 Jahren mit verschiedensten kulturellen und sozialen Hintergründen beweisen derzeit in jeder Probe, dass Vielfalt nicht nur Spaß macht – sondern vor allem alle Beteiligten zu Höchstleistungen anspornt.




16. Juli 2014

Zwei Materialkästen zum partizipativen biografischen Theaterunterricht

Neu bei Beltz im Oktober 2014

Weitere Informationen




14. Juni 2014

»Niemand sollte mir mehr sagen können: ›Das geht nicht!‹«

Maike Plath im taz-Interview mit Anna Lehmann
taz.am wochenende vom 14./15. Juni 2014

Artikel zum Download:




24. Juni 2014

Ein neues Jugendtheater-Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. am Heimathafen Neukölln:

»KAFKA IM KOPF«!!

Probenstart im Heimathafen am 1. September 2014!

Nach zehn ausverkauften Vorstellungen von »Tear down this classroom« geht die Jugendtheaterabteilung am Heimathafen nun in die Sommerpause.

Die Vorbereitungen für das neue Jugendtheater-Projekt am Heimathafen laufen allerdings schon auf vollen Touren.
Am Montag, dem 1. September 2014, geht es wieder los:
Mit »Kafka im Kopf«!

Alle, die Lust haben auf ein neues Theaterprojekt am Heimathafen und zwischen 14 und 22 Jahre alt sind, sind herzlich willkommen!

Am Montag, dem 1. September, treffen wir uns um 16:00 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen (1. Stock). Wir freuen uns auf euch!

Und darum wird es gehen:
»Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hatte, wurde er eines Morgens verhaftet.«
(Franz Kafka, Der Prozess)

Wir stellen uns ein paar Fragen:

  • Was würdest du machen, wenn du eines Morgens ohne jeden Grund verhaftet wirst?
  • Welche Fragen würdest du dir – und anderen – stellen?
  • Würdest du für deine Rechte kämpfen?
  • Welche Rechte?
  • Was hättest du zu sagen?
  • Bist du nicht selbst Schuld?
  • Was weiß der Staat über dich?
  • Was weiß Google über dich?
  • Bist du sicher, dass du immer das Richtige getan hast?
  • Was ist das Richtige?
  • Für wen?

Was würdest du machen, wenn du eines Morgens aufwachst und feststellst:
Du bist Staatsfeind Nummer 1!




09. Mai 2014

Neue Jugendtheaterproduktion am Heimathafen Neukölln:
»Tear down this classroom«

Neun Jugendliche unterschiedlicher Kulturen aus Neukölln untersuchen den wunderlichen Kontrast zwischen dem klassischen deutschen Klassenzimmer – als stärkstem Symbol unseres Bildungssystems – und der Welt, in der sie leben und leben werden.

Premiere:  22. Mai 2014, 19.30 Uhr




30. Oktober 2013

Die Proben für das neue Jugendtheater-Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. am Heimathafen Neukölln sind in vollem Gange. Premiere ist am 22. Mai 2014.

Tear down this classroom!!

In der vierten Jugendtheater-Produktion am Heimathafen gehen wir mitten ins Herz des deutschen Bildungssystems – in den Klassenraum – und starten von dort aus unsere Recherche. 18 Jugendliche verschiedenster Kulturen aus Neukölln untersuchen den wunderlichen Kontrast zwischen dem klassischen deutschen Klassenzimmer – als stärkstem Symbol unseres Bildungssystems – und der Welt, in der sie leben und leben werden.

Sie richten den Blick auf das Komische und Widersprüchliche in ihrem Schulalltag und stellen die Frage nach dem Sinn von Schule: Worauf soll die Schule vorbereiten? In welchem Zusammenhang stehen Schule und Gesellschaft? Was hat sich verändert? Wie könnte oder sollte Schule gegenwärtig und zukünftig sein? Brauchen wir überhaupt noch das Klassenzimmer? Wem nützt es und wem nicht?

Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der so berühmte – und doch im Detail erstaunlich unbekannte – Brandbrief der Rütli-Schule. Was war da eigentlich los, und was bedeutete es?

Die Jugendlichen richten nun ihre Aufmerksamkeit auf das, was damals in den Medien gar nicht vorkam: ihre eigene Perspektive.

Proben: jeden Montag von 16 bis 19 Uhr auf der Studiobühne am Heimathafen

Endproben: 19. bis 22. Mai 2014, täglich von 10 bis 16 Uhr

Premiere: 22. Mai 2014, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen: 23., 24. sowie 26., 27., 28. und 29. Mai 2014, jeweils um 19 Uhr

Alle Vorstellungen auf der Studiobühne Heimathafen (1. Stock)




06. Juni 2013

Das neue Jugend-Theaterprojekt am Heimathafen startet
am Montag, dem 19. August 2013!!
Um 16 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen!

Ein Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. und dem Heimathafen Neukölln

Für junge Menschen (13 bis 19 Jahre):

Du möchtest schauspielern, singen, tanzen, auf der Bühne stehen? Man hat dich noch nicht entdeckt? Dann wird es Zeit!

Im Theater Heimathafen Neukölln (Karl-Marx-Straße 141) kannst du dich jedes Jahr im August zu einem neuen Theaterprojekt anmelden. Nach den Sommerferien ist es jetzt wieder soweit!

Wann?  Am Montag, dem 19. August 2013, um 16 Uhr, geht es wieder los!

Wo?  Auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln (1. Stock).

Wenn du dabei sein möchtest, schreib mir einfach eine Mail!
mitspielen@maikeplath.de
oder komm einfach am 19. August vorbei!

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