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maike plath - spielraum theater. selbstermächtigung und partizipation. Workshops für Erwachsene - Studientage für Schulen - Theaterprojekte für Jugendliche

Status im Schulalltag

Der Lehrer als Statuswechsler
Maike Plath
»zeitspRUng« 1/2012, Seite 7–10

Was ist Status? Stellen Sie sich einen König und seinen Diener auf der Bühne vor. Der König ist aufgrund seiner (gesellschaftlich definierten) Position als König im Hochstatus. Der Diener – ebenfalls aufgrund seiner (gesellschaftlich untergeordneten) Position – im Tiefstatus. Dies ist nicht nur an den Kostümen erkennbar! Viel deutlicher wird uns der Status der beiden Figuren anhand ihrer Körperhaltung, ihrer Gesten, ihrer Bewegungen im Raum, usw.

Wenn dieses „König-Diener-Spiel” auf der Bühne ewig so weiter geht, wird es langweilig und noch etwas anderes geschieht: Der Zuschauer fängt an, sich zu wünschen, dass der Diener etwas Freches tut, dass er den Hochstatus des Königs irgendwie herabsetzt. Dann nämlich ist die Langeweile sofort verflogen und es wird witzig.

„Zuschauer genießen es, wenn ein Gegensatz besteht zwischen dem gespielten und dem sozialen Status. Wir freuen uns immer, wenn der Landstreicher für den Boss gehalten wird und der Boss für einen Landstreicher. Deswegen gibt es Stücke wie Der Revisor. Chaplin spielte am liebsten denjenigen, der ganz unten steht in der Rangordnung, um dann alle herabzusetzen.” („Improvisation und Theater”, Keith Johnstone, 2002, S. 57)

Und genau das liebt auch der Schüler im Klassenraum.
Er will den Hochstatus des Lehrers herabsetzen, weil es ihm sonst auf die Dauer langweilig wird. Und genau wie auf der Bühne hat ein Schüler, der den Hochstatus des Lehrers herabsetzt und sich entgegen seiner Rolle frech und selbstbewusst (oder ahnungslos) verhält, die Sympathie des „Publikums”, nämlich der Klasse, hinter sich. Er hebt seinen eigenen Status, indem er den Status des Lehrers herabsetzt.

Innerhalb der Gesellschaft ist der Status fast immer zunächst durch die Position, bzw. die Rolle definiert.
Beispiele:
Arzt (Hochstatus) – Patient (Tiefstatus)
Chef (Hochstatus) – Angestellter (Tiefstatus)
Anwalt (Hochstatus) – Mandant (Tiefstatus)
Lehrer (Hochstatus) – Schüler (Tiefstatus)
usw.

Interessant ist aber die Tatsache, dass man entgegen seiner gesellschaftlich definierten Rolle Hoch- oder Tiefstatus spielen kann. Man kann also durch verschiedene Verhaltensweisen seinen Status verändern. Dies bewirkt zwangsläufig eine Reaktion beim Gegenüber. Das heißt: Wenn Sie ganz bewusst einen bestimmten Status spielen, können Sie die Situation steuern, denn jedes Verhalten Ihrerseits bewirkt ein ganz bestimmtes (vorhersehbares) Verhalten bei Ihrem Gegenüber.

Als Lehrer sind Sie (durch Ihre gesellschaftlich definierte Rolle) den Schülern gegenüber im Hochstatus, Ihrem Schulleiter gegenüber im Tiefstatus, der Sekretärin gegenüber im Hochstatus, usw.

Aber, wie Sie selbst schon oft festgestellt haben werden:
Es gibt Schüler, die zeitweise Ihnen gegenüber im Hochstatus sind, es gibt Schulleiter, die von ihrem Kollegium nicht ernst genommen werden und ständig im Tiefstatus herumlavieren, es gibt Sekretärinnen, vor denen Sie Angst haben, weil sie merken: Diese Frau ist mir gegenüber im Hochstatus und Sie stehen vor ihr und stottern herum.

Instinktiv haben wir ein sehr genaues Gespür für Status. Aber wir können die „Spielregeln” dieses Prinzips nicht bewusst für uns nutzen, weil wir sie nicht kennen. Unter anderem deswegen müssen wir Schauspieler werden. Gute Schauspieler sind immer Statusexperten. Sie wissen genau, welche Bewegungen, Gesten, Verhaltensweisen welchen Status erzeugen und können diese bewusst einsetzen.

Der Zuschauer empfindet Status instinktiv. Der Schauspieler stellt Status-Konstrukte ganz bewusst her, um Authentizität – oder auch Komik – auf der Bühne zu erzielen. Er setzt die „Spielregeln” bewusst ein.

Als Lehrer haben wir in unserem Beruf ununterbrochen mit Menschen zu tun. Wenn wir die „Status-Spielregeln” erlernen, können wir uns den Schulalltag sehr erleichtern und in vielen Situationen selbstbestimmter und sicherer agieren.

Man kann drei Formen von Status unterscheiden:

  1. Gesellschaftlich definierter Status (s.o.).
  2. Natürlicher Status (es gibt natürliche Hochstatus-Spieler, die auch entgegen ihrer gesellschaftlich definierten Rolle immer Hochstatus spielen, die sogenannten „Rampensäue”, oder im Gegenteil: die typischen Tiefstatusspieler, die sich durch eine gewisse Form der Untertänigkeit aus jeder brenzligen Situation zu entziehen wissen, ohne sich dessen bewusst zu sein).
  3. Gespielter Status (dies ist die hohe Kunst, unabhängig von gesellschaftlichem oder natürlichem Status in jeder beliebigen Situation bewusst jeweils den Status zu spielen, der es einem möglich macht, die Situation zu seinen eigenen Gunsten zu steuern).

Lehrer sind (gesellschaftlich definiert) den Schülern gegenüber im Hochstatus. Die Schüler versuchen jedoch ununterbrochen, den Hochstatus des Lehrers in Frage zu stellen und herabzusetzen.

Wenn eine Figur im Hochstatus einer anderen begegnet, die sich ebenfalls im Hochstatus verhält, entsteht ein Kampf um den Status. Wenn keiner von beiden bereit ist, seinen Status zu senken, müssen sie ihren Status abwechselnd immer weiter erhöhen, sich gegenseitig „hochschaukeln” und laufen immer größere Gefahr, vom anderen lächerlich gemacht zu werden (in den Tiefstatus gebracht zu werden), denn irgendwann wird einer nachgeben müssen. Je weiter sie sich aber gegenseitig „hochgeschraubt” haben, desto tiefer wird der Fall des Verlierers irgendwann sein und desto größer somit auch seine Demütigung.
Ein solch erbittertes „Statusgerangel” kippt ab einem gewissen Zeitpunkt ins Komische, bzw. Lächerliche. Deshalb verwendet man diesen Effekt so gerne auf der Bühne. Das Komische an einer solchen Situation liegt in der Tragik der gescheiterten Kommunikation. Denn gelungene Kommunikation basiert nach Keith Johnstone auf dem Geheimnis des ständigen Statuswechsels beider Gesprächspartner.

Kommen wir zurück zum Lehrer. Das Tragische an unserer Ausbildung ist meiner Meinung nach, dass uns Lehrern immer der Eindruck vermittelt wurde, wir müssten uns im Klassenraum ununterbrochen im Hochstatus verhalten. Das ist völlig falsch. Auf Dauer wird es immer anstrengender, den Hochstatus zu halten und wir erzeugen den automatischen Druck bei den Schülern, uns in den Tiefstatus zu bringen. Je länger wir uns dagegen wehren, unseren Status (rechtzeitig und freiwillig!) zu senken, desto schwieriger wird es für uns, aus dem Statuskampf mit Würde auszusteigen bzw. ihn zu gewinnen. Und desto höher wird auch die Gefahr aus diesem Statuskampf gedemütigt heraus zu gehen. Denn wer sich ganz nach oben hat schrauben lassen, der wird auch sehr tief fallen.

Egal wie erfahren und souverän wir auch sein mögen, es wird immer wieder Schüler geben, die es schaffen werden, einen Statuskampf gegen uns zu gewinnen. Geschieht dies nach einem langen Statusgerangel, fallen wir sehr tief und verlieren an Respekt und Autorität.
Das bedeutet, dass wir rechtzeitig aus einem solchen Status-Szenario aussteigen müssen. Und das können wir nur, indem wir bewusst einen Statuswechsel vornehmen, im oben beschriebenen Falle unseren Status senken.

Hierzu ein Beispiel aus der Praxis:
Eine Schülerin verweigert ununterbrochen die Mitarbeit. Sie redet dazwischen, albert, stört. Ich weise sie mehrmals freundlich daraufhin. Dadurch wird sie zunehmend aggressiv und motzt mich an. Als ich sie das fünfte Mal auf ihr Verhalten anspreche, bekommt sie einen Wutanfall, steht auf und brüllt mich vor versammelter Mannschaft an. Dabei fallen verblüffend viele, einfallsreiche Beleidigungen. Die anderen Schüler verstummen und starren mich an mit dem halb neugierigen, halb mitleidigen „Was-macht-sie-jetzt-Gesicht”.
Ich hole tief Luft, um meine instinktive Reaktion (nämlich aus meinem rollenspezifischen Lehrer-Hochstatus heraus zu reagieren) zu unterdrücken und mir eine bessere zu überlegen (gespielter Statuswechsel).
Ich gehe langsam auf sie zu und halte Blickkontakt. Daraufhin erhöht die Schülerin nochmal Lautstärke und Frequenz ihrer Beleidigungen.
Ich zeige darauf keine Reaktion, sondern gehe nur weiter langsam auf sie zu. Sie hört nicht auf, mich zu beschimpfen.
Als ich direkt vor ihr stehe, beuge ich mich vor und flüstere ihr ins Ohr: „Sag mal, meine Süße – was ist denn bloß los mit dir heute?”
Wie ein Mehlsack bricht sie augenblicklich in meinen Armen zusammen und bekommt einen Weinkrampf. Sie klammert sich an mich und schluchzt, als wäre die ganze Welt zusammengebrochen.
Die anderen Schüler schauen erstaunt. Die Schülerin entschuldigt sich und ist überhaupt auf Versöhnung aus. Die Atmosphäre hat sich vollkommen (zum Positiven hin) verändert.

Das Verblüffende: Ich bin wieder „Chef”. Es handelt sich hierbei um ein Paradoxon (ich nenne es das „Status-Paradoxon”), das immer wieder geeignet ist, Konfliktsituationen im Schulalltag aufzulösen: Indem der Lehrer Tiefstatus einnimmt, erreicht er Hochstatus und stellt Autorität wieder her.

Zwei Anmerkungen zu dieser Situation:

  1. Der Statuswechsel funktioniert nur, wenn wir die Schüler gut kennen und sie sehr mögen, d.h., wenn wir eine funktionierende Beziehungsebene zu ihnen aufgebaut haben (vgl. Joachim Bauer, „Lob der Schule”, S. 22) und sie sich grundsätzlich von uns angenommen und wertgeschätzt fühlen.
  2. Dies ist keine Happy-End-Szene aus einem amerikanischen Spielfilm: Nach dieser Situation verhielt sich besagte Schülerin nicht fortan freundlich, lernwillig und insgesamt wunderbar. Gleich in der nächsten Stunde motzte sie mich erneut an. Aber ich brauchte weniger Energieaufwand, um sie von ihrem eigenen „Abwehr-Mechanismus“ zu erlösen, und Stunde für Stunde wurde unser Verhältnis entspannter und konstruktiver.

Im Ganzen gelingt so etwas natürlich nicht immer. Dauernd gehen auch Situationen schief. Denn leider gibt es keine Allgemein-Rezepte und jedes Kind ist anders. Aber es ist hilfreich, seine Wahrnehmung hinsichtlich dieser Abläufe zu schärfen, weil wir mit der Zeit unser Verhaltensrepertoire und unser Verständnis solcher Krisensituationen wesentlich verbessern können.

Was ist hinsichtlich eines Statuswechsels in dieser Situation passiert? Der Versuch einer Analyse:
Die Schülerin stört. Ich möchte ihr Verhalten unterbinden. Sie weigert sich. Wir befinden uns in einem klassischen Statuskampf. Wer wird sich durchsetzen?
Auf meine Ermahnungen hin (im Hochstatus, aus der Rolle der Lehrerposition heraus) reagiert sie ebenfalls mit (natürlichem) Hochstatus: Sie widerspricht und zeigt sich völlig unbeeindruckt.
Ich verschärfe meine Ermahnungen aus dem Hochstatus heraus – sie legt jedes Mal „einen drauf“. Wir befinden uns in einem Statusgerangel. Die Schülerin steht auf (Hochstatus dem Raum gegenüber). Die Schülerin beleidigt mich (Hochstatus meinem persönlichen Raum gegenüber). Ich könnte jetzt „Zurückbrüllen“ oder sie aufgrund einer „Sanktion“ (Tadel, Verweis, usw.) in den Tiefstatus zwingen. Dies geschähe aber aus meiner Machtposition als Lehrer (gesellschaftlicher Hochstatus) heraus. Menschlich gesehen würde sie dadurch meinen Hochstatus nicht anerkennen, sondern nur aufgrund meiner hierarchisch definierten Rolle. Sie würde (eventuell!) klein beigeben, aber bei einer vergleichbaren nächsten Situation wieder versuchen, ihren Hochstatus durchzusetzen, weil die Situation mit mir nicht zu einer tatsächlichen Einsicht geführt hätte. Diese Schülerin würde meine Sanktion als ungerechtes Machtmittel empfinden, das ich nur aufgrund meiner Position als Lehrer ihr gegenüber durchsetzen kann. Menschlich würde sie mich aber dadurch nicht mehr achten. Sie würde mich menschlich nicht als Vorbild akzeptieren. Dadurch erwächst bei ihr keine tiefere Einsicht zur Verhaltensänderung, sondern nur ein kurzfristiges (grollendes) Nachgeben, dass ihre Aggressivität in zukünftigen Situationen nur verschärft. (In dieser Situation bezeichnen Schüler ihre Lehrer oft als „Opfer“, was einer schlimmen Beleidigung gleichkommt. Denn ein „Opfer“ ist jemand, der sich nicht durchsetzen kann und der eigentlich „auf‘s Maul bekommt“. Wenn Lehrer sich ausschließlich aufgrund ihrer gesellschaftlich verabredeten Hochstatus-Rolle, also aufgrund ihrer beruflichen Position durchsetzen können, werden sie von Jugendlichen heutzutage nicht geachtet und heimlich als „Opfer“ bezeichnet.)

Besagte Schülerin hat in ihrer Vergangenheit zahlreiche „Statuskämpfe“ gegen Lehrer aus ihrer Sicht ungerechtfertigt verloren. Sie fühlte sich zunehmend unverstanden und abgelehnt und hat daher ihren aggressiven Verhaltenskanon immer weiter „professionalisiert“ (sie wurde zu einer „Expertin“, was das Beleidigen und Provozieren ihrer Lehrer anging, daher das unglaubliche Repertoire ihrer Beleidigungen). Diese Schülerin kann in Statusgerangel-Situationen mit Lehrern immer länger „durchhalten“, weil sie jedes Mal aufgrund der davorliegenden Demütigung weitere Aggressionsenergie angesammelt hat.

Zurück zur Beispielsituation:
Ich verzichte auf eine Demonstration von Hochstatus aus meiner rollendefinierten Position heraus und wechsle auf die menschliche Ebene (gespielten Status, dessen Grundvoraussetzung natürlich ein angemessenes Selbstbewusstsein ist!). Nach außen hin gehe ich in den Tiefstatus, da ich ihren Beleidigungen nichts entgegen setze, mich also „nicht wehre“. Körperlich wende ich aber Mittel des Hochstatus an: Ich gehe langsam auf sie zu und halte Blickkontakt. Instinktiv setzt die Schülerin „noch einen drauf“, weil sie meinen Hochstatus empfindet: Sie wird noch lauter und weicht nicht von der Stelle. Rollenspezifisch gehe ich in den absoluten Tiefstatus, indem ich sie liebevoll, wertschätzend und persönlich anspreche und sie umarme. Aus meiner Rolle als Lehrer heraus gehe ich damit ihr gegenüber in den Tiefstatus (alle Schüler würden zunächst denken: Was? Die Schülerin kommt damit durch?? Die Lehrerin lässt sich das gefallen??). Menschlich gesehen bin ich mit diesem Verhalten aber auf einer anderen Ebene in den Hochstatus gegangen (ruhige, verständnisvolle Ansprache, Ignorieren ihrer Angriffe). Dadurch befreie ich dieses Mädchen aus ihrer „Hochstatus-Schraube“ und sie fällt in den Tiefstatus (Weinen).

Im Gegensatz zu Statusspielen auf der Bühne hat diese Form des Statuswechsels ihre Grundlage im direkten menschlichen Respekt vor dem anderen. Der rollenspezifische Tiefstatus meinerseits wird auf der menschlichen Ebene von den Schülern als Hochstatus erkannt (Status-Paradoxon). Denn erst jetzt wird deutlich, was der Angriff der Schülerin auf einer darunter liegenden Ebene bedeutete:
Wann kommt endlich ein Lehrer, der mich trotz meines unmöglichen Verhaltens durchschaut, mich annimmt, vielleicht sogar mag? Wann kommt ein Lehrer, der mich sieht, wie ich wirklich bin und der stark genug ist, es mit mir auszuhalten? Der trotzdem an mich glaubt?

Das aggressive Verhalten ist nur eine Show, die als Schutzpanzer gegen tiefliegende Enttäuschungen aufgebaut wurde. So etwas können wir nur herausfinden, wenn wir uns aus rollenspezifischem Statusverhalten befreien und den Schülern als Menschen begegnen, die auch bereit sind, Schwächen zu zeigen – und damit Stärke beweisen. In den Tiefstatus zu gehen, bedeutet für uns Lehrer häufig nichts anderes, als uns menschlich zu zeigen und etwas von uns preiszugeben. Dies allerdings ganz bewusst – wenn wir bereit und in der Lage dazu sind. Das bedeutet zwar, ein unglaubliches Risiko einzugehen, uns verletzlich zu zeigen, aber es hat unvergleichlich mehr Chance auf Erfolg, was unsere pädagogische Arbeit betrifft.

Gleichzeitig erfordert es aber auch Mut und Auseinandersetzung mit unserer eigenen Persönlichkeit: Welches sind unsere Ängste, unsere Schwächen und Stärken? Jugendliche verfügen aber über einen sehr guten Instinkt und erkennen solche „Mutproben“ seitens ihrer Lehrer an (wenn diese wirklich authentisch sind!). Die Zeiten, als ein Lehrer den Klassenraum betreten und aufgrund seiner Position als Lehrer davon ausgehen konnte, im Hochstatus akzeptiert und respektiert zu werden, sind unwiederbringlich vorbei. Wir müssen anerkennen, dass wir uns die Autorität im Klassenraum verdienen müssen. Und da rollenspezifisches Verhalten immer weniger anerkannt wird, müssen wir den Weg antreten, als Mensch ein Vorbild für die Jugendlichen sein zu können. Nicht, indem wir perfekte Menschen werden, aber indem wir ihnen vorleben, wie wir mit Krisen, mit Angst, mit Konflikten umgehen. Dabei können uns die vielfältigen Beobachtungen aus dem Bereich des Theaters helfen.

Ein abschließendes Wort zum rollendefinierten Hochstatus des Lehrers:
Der innere Druck, den wir als Lehrer oft empfinden, im Klassenzimmer „Chef zu bleiben“, ist häufig auf die irrige Annahme gegründet, dass wir ununterbrochen im Hochstatus agieren müssen, was uns in der Ausbildung so suggeriert wird.

Die Wahrheit ist aber, dass wir unsere Autorität auf viel stabilere Beine stellen, wenn wir lernen, unseren Status zu wechseln, indem wir trainieren, auch bewusst in den Tiefstatus zu gehen, was für uns als Lehrer an dieser Stelle bedeutet: uns menschlich als private Person zu zeigen.

Dass wir „Chef im Klassenzimmer“ sein müssen, ist richtig, denn wir tragen die Verantwortung. „Chef zu sein“ ist aber nicht gleichbedeutend mit „im Hochstatus sein”. „Chef im Klassenzimmer“ zu sein bedeutet, seinen Status situationsangemessen heben und senken zu können.

Jede Form von „Status-Starre“ ist auf Dauer destruktiv und frustrierend: Krampfhaft Hochstatus zu halten erfordert zunehmend Nerven und macht auf Dauer krank. Genauso fatal ist es, dauerhaft den Schülern gegenüber Tiefstatus zu spielen. Das führt natürlich dazu, dass sie uns auf der Nase herumtanzen und uns für schwache Lehrer halten, die sich bei ihnen „einschleimen“.

Um den Unterricht erfolgreich zu gestalten, müssen wir beides souverän beherrschen: Hochstatus und Tiefstatus. Zwischen diesen beiden Polen müssen wir souverän „entlangsurfen“, ohne die Balance zu verlieren. Besonders bedeutsam ist dabei unsere Fähigkeit, bewusst Tiefstatus zu spielen, vor allem uns zuzutrauen, dies zu tun. Erst, wenn wir bereit sind, sich menschlich im Hochstatus zu empfinden, was gleichbedeutend ist mit einem Willen, Verantwortung zu tragen, können wir Tiefstatus wirkungsvoll einsetzen. Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen dem versehentlichen, unbewussten Einnehmen von Tiefstatus und dem bewussten Einsatz von Tiefstatusverhalten. Bewusstes Tiefstatusverhalten ist nur produktiv, wenn es aus einem gewachsenen Hochstatusgefühl heraus entsteht.

Wir müssen immer „Chef“ sein und die Verantwortung tragen, dabei aber ständig in der Lage sein, unseren Status situationsangemessen zu verändern und den Schülern gegenüber Freund, Spielleiter, Boxsack und vor allem Mentor zu sein.

Mentor sein kann nur jemand, der bereit ist, aus seinem Hochstatus heraus anderen „zu Diensten zu sein“, seine Fähigkeiten in den Dienst einer „größeren Sache“ zu stellen. Diese Haltung befähigt ihn erst, anderen Menschen gegenüber in den (respektvollen) Tiefstatus zu gehen. Denn ein solcher Mensch ängstigt sich nicht um seinen Status. Er kann über allen Statuskämpfen stehen. Dieses pädagogische Prinzip wird mit Hilfe der Statuslehre von Keith Johnstone besonders offenbar. Es gilt aber für unsere allgemeine, heutige Unterrichtssituation überhaupt.

Was wir uns nicht immer ausreichend bewusst machen: Die Eltern vertrauen uns das an, was ihnen am wertvollsten ist – ihre Kinder. Und die brauchen heutzutage zunehmend mehr als nur einen Lehrer. Vor allem brauchen sie einen Mentor:
Odysseus musste seinen gerade erst zur Welt gekommenen, geliebten Sohn Telemachos verlassen, um in den Krieg gegen Troja zu ziehen. Er hatte einen Diener, den er ganz besonders achtete und liebte und dem er das Wertvollste anvertraute, was er besaß: seinen Sohn. Der Diener sollte ständiger Begleiter von Telemachos sein, ihn beschützen und ihm alles beibringen, was dieser fürs Leben brauchte.
Dieser Diener hieß mit Namen Mentor.

Maike Plath ist Theaterlehrerin an einer Hauptschule in Berlin-Neukölln und in der Lehrerfortbildung tätig.

aus: „Spielend“ unterrichten und Kommunikation gestalten – Warum jeder Lehrer ein Schauspieler ist, Maike Plath, Beltz Verlag 2010

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aktuell

31. Oktober 2017

Eine neue Geschichte

Ich habe lange nicht geschrieben, weil ich das, was an Zeit übrig blieb (Urlaub und nachts) in etwas anderes investiert habe: Man könnte sagen, in mein neues Buch. Das stimmt. Man könnte aber auch sagen: in die nächste kleine Selbstermächtigung, oder Befreiung, oder wie auch immer...

Mehr dazu unter:
maikesblog.de




26. Juni 2017

Presse-Beiträge zum Film »Act! Wer bin ich?«

Der Film »Act! Wer bin ich?« ist angelaufen, wird aber so richtig erst ab September in den Kinos laufen, da es jetzt sehr sommerlich ist und keine günstige Kino-Zeit. Wer aber schon neugierig ist, kann sich hier schon mal ein paar Beiträge und Rezensionen zum Film anschauen…

Presse

http://www.mdr.de/kultur/videos-und-audios/video-artour/video-artour-maike-plath100.html

http://mediathek.rbb-online.de/tv/rbb-AKTUELL/Rosa-von-Praunheim-mit-neuer-Doku/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3907840&documentId=43705946

http://www.deutschlandfunk.de/dokumentarfilm-act-wer-bin-ich-der-mut-von-einzelnen-wird.807.de.html?dram:article_id=389044

https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/06/interview-rosa-von-praunheim-jugendtheater-dokumentarfilm-act.html

http://www.spielfilm.de/filme/3004746/act-wer-ich-bin/kritik
https://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/06/interview-rosa-von-praunheim-jugendtheater-dokumentarfilm-act.html

https://www.rbb-online.de/rbbaktuell/archiv/20170621_2145/neue-doku-von-rosa-von-praunheim.html

Der folgende Link ist ein Beitrag vom Tagesspiegel zu unserer aktuellen Jugend-Theaterproduktion am Heimathafen: »Die Matrix der Demokratie«
Wir spielen noch heute Abend und nächste Woche am 28., 29. und 30. Juni jeweils um 19.30 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln!
http://video.tagesspiegel.de/heimathafen-neukolln-lust-auf-demokratie-haben.html




09. Juni 2017

Achtung!!!
Jetzt viel besser lesbar und gut ausdruckbar:
mein neuer Blog unter maikesblog.de!

Die alten Blog-Beiträge von dieser Website sind komplett in den neuen Blog übernommen und jetzt unter maikesblog.de zu finden – vor allem aber stehen alle neuen, aktuellen Blog-Einträge ab 9. Juni 2017 unter maikesblog.de




11. Mai 2017

Filmpremiere

ACT! WER BIN ICH?
Premiere des Dokumentarfilms von Rosa von Praunheim

Mit dem Film »Act! Wer bin ich?« liefert Rosa von Praunheim ein eindrückliches Porträt der Theaterarbeit mit Jugendlichen am Heimathafen Neukölln. Sowohl die Lehrerin Maike Plath, die nach 17 Jahren ihre Verbeamtung aufgibt und dem staatlichen Schuldienst den Rücken kehrt, als auch die Neuköllner Jugendlichen setzen einem wertenden und einschränkenden Schulsystem die eigene Stimme entgegen: Was kann ich? Wie kann ich diese Welt mitgestalten? Wer bin ich? Rosa von Praunheim entdeckt und feiert in diesem Film die individuelle Strahlkraft der Jugendlichen und den Zauber der emanzipatorischen Kraft des Bildungsmittels Theater.

Premiere: 21. Juni 2017, 20:30 Uhr
Ort: Heimathafen Neukölln
Karl-Marx-Straße 141, Berlin-Neukölln

Der Film kann auch auf Ihre private Initiative über verleih@missingfilms.de (Christos Acrivulis) bundesweit in Ihr nächstgelegenes Programm-Kino geholt werden.

Zum Kinotrailer




13. September 2016

Ankündigung

Das neue Jugendtheaterprojekt am Heimathafen Neukölln:
Die Matrix der Demokratie – »Winter is coming«?
Verschärft durch die Geflüchteten-Problematik und die offensichtliche Angst vor »Überfremdung« verhärten sich derzeit überall die Positionen – und nationalistische und ideologische Positionen verbreiten sich in einem Maße, das wir noch bis vor Kurzem für völlig unvorstellbar gehalten haben. Warum vertrauen so viele unseren westlichen Grundwerten so wenig? Was können wir tun?
 
Die neue Weltunordnung macht uns Angst – wir fragen uns:
 
Wie entsteht Krieg?
Was ist Demokratie?
Wie wollen wir leben?
Was für eine Welt wünschen wir uns für unsere Kinder?
Was können wir tun?
 
Was kann Demokratie?
Können WIR Demokratie?
Warum? Warum nicht?
Was sind die Folgen?
 
Wie sieht er aus – der Geheim-Code, die Matrix der Demokratie?
 
Wir fragen Menschen in Berlin, wir filmen, wir fragen nach, wir halten fest: Was passiert gerade mit der Demokratie?
 
Was passiert gerade mit der Welt, die wir kennen?
 
Erfüllt sich der Satz aus »Game of thrones«: Winter is coming?
 
Können wir etwas tun...?
 
Das Projekt »Die Matrix der Demokratie« ist ein Recherche-Projekt. Es entstehen unter anderem: Film, Theater, Aktionen im öffentlichen Raum.
 
Probenbeginn: 12. September 2016
Proben: jeden Montag 17 bis 20 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln
Premiere und weitere Vorstellungen im Juni 2017




05. September 2016

Alles Gute zum Schulanfang!

Klickt auf YouTube oder Facebook !




21. März 2016

Workshop-Angebote von Maike Plath – auch für Einzelpersonen – ab September 2016 über den Verein ACT e.V. in Berlin!!
Alle Informationen unter www.act-berlin.de

 
Die neue Jugendtheaterproduktion der ACTIVE PLAYER NK am Heimathafen Neukölln:
How long is paradise?
Die neue Theater-Produktion vom Jugendclub am Heimathafen ACTIVE PLAYER NK zum Thema Glaube

»Früher glaubte ich, dass Menschen nach dem Tod in den Himmel gehen. Deswegen stand ich an stürmischen Tagen am Fenster – voller Erwartung, dass ich jemanden beobachte, der zum Himmel aufsteigt.« (Samira, 16 Jahre)
»Ich glaube an gute und böse Bakterien.« (Can, 14 Jahre)
»Als ich sechs Jahre alt war, glaubte ich, dass die Welt vor 1980 schwarz-weiß gewesen ist – wegen der Filme und Fotos von früher.« (Zahar, 16 Jahre)
»Als ich klein war, habe ich geglaubt, dass die Schule Spaß macht.« (Sercan, 14 Jahre)
»Damals haben meine Eltern mir erzählt, dass es die sieben Dragonballs gibt. Aus diesem Grund wollte ich nicht mehr in die Schule gehen, weil ich die Dragonballs suchen wollte.« (Taher, 19 Jahre)

Was wissen wir? Was glauben wir? Woher wissen wir, was wir glauben?
Wohin gehen wir?
Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Zweck des Lebens?
Gibt es Gut und Böse?
Wozu brauchen wir Religion?
Was brauchen wir?
Was sollen wir tun?

Die ACTIVE PLAYER NK vom Heimathafen Neukölln gehen in diesem Jahr der Frage nach dem Glauben nach und beleuchten unterschiedlichste Blickwinkel und Perspektiven auf das älteste Thema der Welt.

Von und mit:
Walid Al-Atiyat, Nancy Ortiz-Dominguez, Batuhan Seker, Berkant Karadag, Sinan Özmen, Nikolai Scheel, Andreas Denic (Kenzo ontour), Matthias Chernikov, Olga Zgiep, Yasmin Kirschner, Karolina Marcinkiewicz, Ronnie Mertens, Hala El-Nasser, Salma El-Nasser, Shirin El-Ahmad, Moritz Scheffler, Kasimir Noack, Vivien Kroyer, Arkadas Karabulut, Yussuf Kocluoglu, Luciano Daniel Rammin, Ferhat Kocaman und
Assistenz: Frederic Gülbeyaz | Fotodokumentation: Friederike Faber | Bühne: Maria Zillich, Line Wasner, Julia von Schacky | Musik-Komposition, Produktionsdesign: Moritz Degen | Künstlerische Leitung und Regie: Maike Plath, Maria Zillich
 
Premiere: 16. Juni 2016, 20 Uhr, Studiobühne Heimathafen Neukölln
Weitere Vorstellungen: 17., 18., 23., 24., 25., 30. Juni sowie 01. und 02. Juli, jeweils 20 Uhr
Alle Vorstellungen auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln
Eintritt: 8,00 Euro
Studiobühne Heimathafen Neukölln, 1. Stock
Karl-Marx-Straße 141
12043 Berlin
www.heimathafen-neukoelln.de

Tickets und Info: 030/56 82 13 33
karten@heimathafen-neukoelln.de

Ein Projekt von ACT e.V. und Heimathafen Neukölln, gefördert durch »Künste öffnen Welten«




16. September 2015

»Ich glaube – also bin ich«
Das neue Jugendtheaterprojekt am Heimathafen Neukölln

Das neue Theaterprojekt von ACTIVE PLAYER NK am Heimathafen hat letzten Montag begonnen!
Ein paar Live-Eindrücke:
Schau dir »THEATER BEGINNT WIEDER« auf YouTube an!




03. August 2015

Neuer Blog-Eintrag:

Der Film »Men & Chicken« als extremes und extrem kluges Lehrstück zum Thema Inklusion
Hier – oder in der Menüleiste – auf maikes.blog klicken!




24. Mai 2015

Neues auf Maikes Blog!

Neues vom Heimathafen auf Vimeo!




22. Januar 2015

Vielfalt im Heimathafen Neukölln

Maikes Blog: Blog-Eintrag 22. Januar 2015

Am Heimathafen laufen derzeit die Proben für »Kafka im Kopf«. 21 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 24 Jahren mit verschiedensten kulturellen und sozialen Hintergründen beweisen derzeit in jeder Probe, dass Vielfalt nicht nur Spaß macht – sondern vor allem alle Beteiligten zu Höchstleistungen anspornt.




16. Juli 2014

Zwei Materialkästen zum partizipativen biografischen Theaterunterricht

Neu bei Beltz im Oktober 2014

Weitere Informationen




14. Juni 2014

»Niemand sollte mir mehr sagen können: ›Das geht nicht!‹«

Maike Plath im taz-Interview mit Anna Lehmann
taz.am wochenende vom 14./15. Juni 2014

Artikel zum Download:




24. Juni 2014

Ein neues Jugendtheater-Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. am Heimathafen Neukölln:

»KAFKA IM KOPF«!!

Probenstart im Heimathafen am 1. September 2014!

Nach zehn ausverkauften Vorstellungen von »Tear down this classroom« geht die Jugendtheaterabteilung am Heimathafen nun in die Sommerpause.

Die Vorbereitungen für das neue Jugendtheater-Projekt am Heimathafen laufen allerdings schon auf vollen Touren.
Am Montag, dem 1. September 2014, geht es wieder los:
Mit »Kafka im Kopf«!

Alle, die Lust haben auf ein neues Theaterprojekt am Heimathafen und zwischen 14 und 22 Jahre alt sind, sind herzlich willkommen!

Am Montag, dem 1. September, treffen wir uns um 16:00 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen (1. Stock). Wir freuen uns auf euch!

Und darum wird es gehen:
»Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hatte, wurde er eines Morgens verhaftet.«
(Franz Kafka, Der Prozess)

Wir stellen uns ein paar Fragen:

  • Was würdest du machen, wenn du eines Morgens ohne jeden Grund verhaftet wirst?
  • Welche Fragen würdest du dir – und anderen – stellen?
  • Würdest du für deine Rechte kämpfen?
  • Welche Rechte?
  • Was hättest du zu sagen?
  • Bist du nicht selbst Schuld?
  • Was weiß der Staat über dich?
  • Was weiß Google über dich?
  • Bist du sicher, dass du immer das Richtige getan hast?
  • Was ist das Richtige?
  • Für wen?

Was würdest du machen, wenn du eines Morgens aufwachst und feststellst:
Du bist Staatsfeind Nummer 1!




09. Mai 2014

Neue Jugendtheaterproduktion am Heimathafen Neukölln:
»Tear down this classroom«

Neun Jugendliche unterschiedlicher Kulturen aus Neukölln untersuchen den wunderlichen Kontrast zwischen dem klassischen deutschen Klassenzimmer – als stärkstem Symbol unseres Bildungssystems – und der Welt, in der sie leben und leben werden.

Premiere:  22. Mai 2014, 19.30 Uhr




30. Oktober 2013

Die Proben für das neue Jugendtheater-Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. am Heimathafen Neukölln sind in vollem Gange. Premiere ist am 22. Mai 2014.

Tear down this classroom!!

In der vierten Jugendtheater-Produktion am Heimathafen gehen wir mitten ins Herz des deutschen Bildungssystems – in den Klassenraum – und starten von dort aus unsere Recherche. 18 Jugendliche verschiedenster Kulturen aus Neukölln untersuchen den wunderlichen Kontrast zwischen dem klassischen deutschen Klassenzimmer – als stärkstem Symbol unseres Bildungssystems – und der Welt, in der sie leben und leben werden.

Sie richten den Blick auf das Komische und Widersprüchliche in ihrem Schulalltag und stellen die Frage nach dem Sinn von Schule: Worauf soll die Schule vorbereiten? In welchem Zusammenhang stehen Schule und Gesellschaft? Was hat sich verändert? Wie könnte oder sollte Schule gegenwärtig und zukünftig sein? Brauchen wir überhaupt noch das Klassenzimmer? Wem nützt es und wem nicht?

Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der so berühmte – und doch im Detail erstaunlich unbekannte – Brandbrief der Rütli-Schule. Was war da eigentlich los, und was bedeutete es?

Die Jugendlichen richten nun ihre Aufmerksamkeit auf das, was damals in den Medien gar nicht vorkam: ihre eigene Perspektive.

Proben: jeden Montag von 16 bis 19 Uhr auf der Studiobühne am Heimathafen

Endproben: 19. bis 22. Mai 2014, täglich von 10 bis 16 Uhr

Premiere: 22. Mai 2014, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen: 23., 24. sowie 26., 27., 28. und 29. Mai 2014, jeweils um 19 Uhr

Alle Vorstellungen auf der Studiobühne Heimathafen (1. Stock)




06. Juni 2013

Das neue Jugend-Theaterprojekt am Heimathafen startet
am Montag, dem 19. August 2013!!
Um 16 Uhr auf der Studiobühne im Heimathafen!

Ein Projekt von Mitspielgelegenheit e.V. und dem Heimathafen Neukölln

Für junge Menschen (13 bis 19 Jahre):

Du möchtest schauspielern, singen, tanzen, auf der Bühne stehen? Man hat dich noch nicht entdeckt? Dann wird es Zeit!

Im Theater Heimathafen Neukölln (Karl-Marx-Straße 141) kannst du dich jedes Jahr im August zu einem neuen Theaterprojekt anmelden. Nach den Sommerferien ist es jetzt wieder soweit!

Wann?  Am Montag, dem 19. August 2013, um 16 Uhr, geht es wieder los!

Wo?  Auf der Studiobühne im Heimathafen Neukölln (1. Stock).

Wenn du dabei sein möchtest, schreib mir einfach eine Mail!
mitspielen@maikeplath.de
oder komm einfach am 19. August vorbei!

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